Um den Leuten, die nicht zwei mal in der Woche trainieren, eine entsprechende Zusatz-Einheit am Wochenende anzubieten, …

Um unsere zugewiesene Wochenend-Hallenzeit gut auszunutzen, …

Um unseren Zuschauern ein spannenderes Nachmittagserlebnis vorzuführen, …

… spielen wir zurzeit häufiger Verlängerungen. Das ist nicht unbedingt notwenig, denn bisher hatten wir es immer in der Hand, die Spiele vorzeitig zu entscheiden, aber irgendwie klappt das nicht so richtig. Zumindest für die Ü40-DM-Quali-Mitspieler war das nun schon die vierte Verlängerung in dieser Saison – und alle vier haben wir gewonnen!

Wenn man sich die Blessuren anschaut, die einem in diesem Spiel so zugefügt wurden, wundert es arg, dass man noch vom körperlosen Spiel sprechen kann. In erster Linie fühlte es sich nach einem schiedrichterlosen Spiel an, was alle auf dem Weg zum Korb befindlichen Spieler bestätigen können. Das körperbetonte Duell gegen Kronshagen war hart, aber auch herzlich, denn die meisten von uns kennen sich ja schon seit Jahren. Bei Erzrivalenschaft hätte die Partie ganz schnell hitzig werden und überkochen können.

Nach einem schnellen 2:7-Rückstand konnten wir zum Viertelende mit 17:9 in Führung gehen und fühten uns gut im Spiel angekommen. Im zweiten Spielabschnitt wollten unsere Würfe einfach nicht mehr durch die Reuse fallen, Kronshagen kam zur Halbzeitpause wieder auf einen Punkt ran. Erstaunlich: der Halbzeitstand von 25:24 Punkte und 2:6 Fouls ist ein Zeichen dafür, dass die Schieris nicht viele Aktionen geahndet haben.

Die zweite Halbzeit war ein Auf und Ab. Mit Ruhm bekleckert hat sich niemand so richtig. 12 Führungswechsel gab es insgesamt. Zum Ende des Spiels war die Spannung förmlich zu spüren, die überwiegend mit Kronshagen fiebernden Zuschauer wurden lauter. Spielstände im Schlussviertel: 38:38 – 38:42 – 43:42 – 43:46 – 48:46 – 48:48 – Schlusssirene.

Mal wieder Verlängerung, und das, obwohl wir nur acht Spieler waren. Immerhin hatte niemand von uns Foultrouble, denn bis hierhin hatten wir insgesamt nur 10 Mannshcaftsfouls. 😉

Anfangs klappte in der Extraspielzeit bei uns nix, wir lagen plötzlich mit 4 Punkten zurück, bevor Torsten einen Dreier traf und Phil uns wieder in Führung brachte. In der letzten Minute ging Kronshagen wieder in Führung (54:55). Dann machte Torsten mit einem Zug zum Korb einen ebensolchen und es wurde ein Foul gepfiffen: 3-Punktspiel erfolgreich abgeschlossen, wir führten wieder mit 2 Punkten. Der Angriff der Gäste brachte nichts ein und wir konnten in unserem Angriff durch viele Pässe viel Zeit von der Uhr nehmen, bevor ich 3 Sekunden vor Ende rüde gefoult wurde. Mal wieder so eine Situation mit „entscheidenden“ Freiwürfen am Ende eines Spiels. Bloß kein Airball werfen. 😉 Am besten beide treffen. Wenn den ersten nicht, dann den zweiten auch nicht. Wenn dies … dann … egal. Einfach mal Spannung reinbringen und den ersten nicht treffen, aber den zweiten schon. War doof, gebe ich zu. Gewollt war es so nicht. Der TSV nahm eine Auszeit … und konnte zum Glück den Dreierversuch in der letzten Sekunde nicht versenken. Yeah.

Fazit: Ein gutes Pferd springt nur so hoch, wie es muss. Gilt das auch für Verlängerungen? Uns wurde jedenfalls bescheinigt, dass wir sehr effizient spielen, in Hinsicht auf Kondition, Schnelligkeit und Punkteausbeute. Ob das positiv gemeint ist … sei mal so hingestellt. Schade, dass wir Spieler ans Kampfgericht setzten mussten, die gern mitgespielt hätten. Schön, dass Phil endlich mal wieder Topscorer geworden ist: 14 Punkte für ihn, Lasse, Torsten und Jona haben jeweils 11 erzielt.